Wie man ohne viel Arbeit kostenlos Spam aus dem Blog verbannt
Spam ist nicht nur für unsere Mail-Postfächer eine Quahl, nein auch die Blogs bleiben nicht verschont. Nötig hier etwas zu unternehmen - und das schon lange. Es gibt verschiedene Ansätze, manche habe ich ausprobiert, andere gleich verworfen - inzwischen läuft alles reibungslos - bis ich auf dem Frieden vertraue prüfe ich zwar noch regelmäßig die aussortierten Kommentare, aber Probleme hatte ich schon lange keine mehr.
So bevor ich dazu komme, wie ich das jetzt mache, gehen wir einen etwas längeren Weg über die verschiedenen Möglichkeiten:
- NoFollow
- Ausgedacht um den Suchmaschinen die Möglichkeit zu geben zu erkennen, ob der Besitzer der Webseite die verlinkte Seite mag oder nicht, bzw. ob es sich um einen kostenpflichtigen Link handelt oder nicht, wurde es den Bloggern (und dem Rest der Welt) unter dem Deckmantel der Spamverhütung verkauft. Wer seine Kommentare mit Nofollow versieht, entwertet die Links und daher sollte derjenige von der Theorie ausgehend dann auch keinen oder zumindest weniger Spam bekommen. Funktioniert hats nicht - das Ergebnis ist aber nach wie vor, dass alle WordPress-Blogs Kommentaren ein Nofollow verpassen. Man braucht ein Plugin um den Unfug wieder los zu werden. Wie gesagt: Absolut nutzlos, Spam kommt weiter, ob mit oder ohne Nofollow macht keinen Unterschied. Das Attribut war nicht nur umsonst, nein, sie schadet der Bloggospäre.
- Capchas
- Capchas sind in aller Regel Bilder von Buchstaben und Zahlen die relativ unleserlich sind. Ziel ist es Computer (Bots) von Menschen zu unterscheiden. Daher auch das Acronym “Captcha”, das für
Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart
steht. Wenn man also die eigentliche Bedeutung hernimmt, wird man feststellen, dass die meisten folgenden Anti-Spam Maßnahmen auch nichts großartig anderes sind. Ich will jetzt aber auf die scheußlichen Bilder eingehen und warum ich nur ungerne bei Blogs kommentiere, die Captchas einsetzen:
Die meisten Captchas können inzwischen von Computern gelesen werden - schon deshalb machen sie nur noch begrenzt Sinn (der Bedarf an Rechenpower steigt natürlich auf Seiten der Spammer, da die das aber nicht machen, weils Spass macht, sondern weils Kohle bringt, können die sich das in aller Regel leisten). Auf der anderen Seite sind einigermaßen Sichere Captcha-Bilder derartig schwer zu knacken, dass es manchem Menschen schwer fällt. Neuerdings werden dann um der Accessibility rechnung zu tragen gerne noch Audiofiles erstellt - ich hab mir letztens ein solches angehört und hab es nicht knacken können. Sorry, wer mir mit sowas kommt ist unten durch, selten ist mir mein Kommentar die Mühe wert.
- Mathe
- Viele von Euch kennen oder verwendet das “Mathe Plugin” das eine relativ simple Rechenaufgabe stellt (Addition von 2 Zahlen im einstelligen Bereich). Ist ansich nicht übel, wurde aber auch schon geknackt (Rechnen können Computer in aller Regel ganz passabel, solange es nicht um Fließkommazahlen geht, aber auch da sind die Dinger besser wie ich). Dazu kommt, dass ich gerne auch mal Nachts um X Uhr nen Komment raushaue und aber schon bissel seeehr müde bin. In diesem Fall ists manches Mal auch garnich so einfach die Rechnung zu vollbringen, aber gut, ist die Frage, ob man noch Texte schreiben sollte, wenn man nicht mal 7+8 rechnen kann ;-)
- Akismet
- Wer einen wordpress-Blog hat, der kann auch Akismet einsetzen. Der API-Key den man dafür braucht ist kostenlos zu haben und ansich ist das auch ne ganz gute Sache. Die Kommentare werden aber auf nem externen Server überprüft - was da passiert, weiß keiner genau und bei mir sind auch schon echte Komments untergegangen. Ich hab ihn jedenfalls wieder über Bord geschmissen, für folgendes wesentlich besseres Plugin:
- Spam Karma 2
- In vielen Blogs hört man die Lobpreisungen - aber bis ichs installiert hatte, war mir nicht klar, wie gut das Ding ist.Vorteil: Man erkennt genau für was welcher Kommentar wie hart bestraft wurde und wie dicht derjenige an der Grenze zwischen Publish und Kill ist. Tägliche auswertung per Mail gibts auch und man kann sich die Kommentare geordnert nach “Spam-Points” anschauen, was dabei hilft die echten Komments schnell zu finden, da die normalerweise eher im oberen Bereich sind.
Ich nutze inzwischen nur noch Spam Karma 2 und bin sehr zufrieden. Seither ist kein echter Kommentar mehr gesperrt worden und kein unechter mehr durchgekommen. Garantieren kann ich natürlich für nix und empfehle einfach es mal auszuprobieren.
Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren
Am 1. September 2007 um 07:06 Uhr
Schöne Aufzählung. Damit bekommst du 80 % in den Griff. Der Rest ist manueller Spam und den wirst du nie 100 % erkennen. Es sein denn einer schreibt gleich in de Namen Kredite oder so. Was auch ein schöner Trick ist, ist die Website in der Eingabe garnicht zu nennen. Das macht den Kommentar unverdächtiger und du baust den Link in einen Punkt oder ein Pixelzeichen in de Text ein. Also aufgepasst.
Am 1. September 2007 um 13:18 Uhr
Tja - manueller Spam ist halt n ganz anderes Thema, den als Spam zu erkennen kann nur über eine Inhaltliche Kontrolle erfolgen - wobei das eigentlich nur ein Mensch kann (oder man muss eben harte Stopwords verwenden, die dann aber auch manch einen echten Kommentar untergehen lassen… daher hilft hier eigentlich nur jeden Kommentar seperat zu prüfen… was ich auch tue, schließlich lass ich die Besucher ja nicht kommentieren ums dann nicht zu lesen ;-)
Am 5. September 2007 um 00:24 Uhr
Oder in einen Smiley, da passen maximal drei Links rein und man sieht es kaum. Wenn man dann noch das title Attribut im anchor setzt… ein perfekter Backlink (bzw. drei).
;-) (dieser hier ist ohne Links, keine Sorge)
Am 5. September 2007 um 00:37 Uhr
“keine Sorge” ich les mir jeden Post durch und so ein Link wird mir kaum entgehen - ist ja nicht so als wär er farblich (und Iconentechnisch) nicht markiert ;-)
Am 6. September 2007 um 21:33 Uhr
[…] von Webaholic (mit WP-PlugIns) Klickbetrug, Flash-Cookies und wie Ihr diese bekämpft (Klicknetzwerke so […]
Am 8. Oktober 2007 um 00:46 Uhr
[…] BTW: Auf No-Follow verzichte ich - das gesamte Internet basiert auf Links! (Inspiriert durch Netgra.) […]
Am 7. November 2007 um 05:57 Uhr
Sehr informativ und ich meine auch auf NOFOllOW sollte verzichtet und Betreiber sollten Kommentare genauer unter die Lupe nehmen.
Am 7. November 2007 um 08:02 Uhr
Das sehe ich allerdings genauso, dass man als Betreiber die Kommentare genauer unter die Lupe nehmen sollte.
Am 3. Juni 2008 um 16:02 Uhr
Es gibt für mich vor allem ein Argument gegen nofollows (in Blogs): Wenn ich einen Blog habe, muss ich ihn - wenn es mir ernst ist - doch ohnehin moderieren, um sicher zu gehen, dass das nicht einer andere beleidigt oder sonst einen Unfug treibt. Da kann es dem Blogger doch egal sein, ob er nach Bösewichtern oder Spammern (die ja no nofollow-Blogs gerne Besuchen) schauen muss.
Am 4. Juni 2008 um 10:37 Uhr
@Sprecher: Genau - deswegen benutze ich nur NoFollow CaseByCase um solche Links wie deinen zu entwerten… schade, dass du nicht einfach deinen Namen benutzt hast, dann gäbe es den Link noch…
Egal sein wird ihm das nicht, weil es dadurch mehr werden. Aber prüfen muss man wirklich jeden Kommentar - die Frage ist dann halt nur noch: Moderiere ich 5 oder 10 Kommentare?
Am 4. Juni 2008 um 12:48 Uhr
Das ist ja witzig, bei mir war Sprecher ebenfalls und hat einen Kommentar hinterlassen. Drei lange Absätze mit Unique Content. Vielen Dank dafür!
Nur leider war ich nicht in der Stimmung den Link stehen zu lassen ;-)
Am 4. Juni 2008 um 12:51 Uhr
Och also mit nem NoFollow Link hab ich keine Probleme ;-) - den darf er gerne haben.
Vielleicht sollte ich Leute mit seltsamem Namen von Anfang an bitten doch selbst ihre /dontfollow hinter den Link zu schreiben…
Am 21. Juni 2008 um 19:24 Uhr
Die Schwierigkeit ist doch nicht, der Link in einem Kommentar an sich. Das Problem ist doch, dass Leute es ausnutzen um zu spammen. Mit den o.g. Tools lassen sich in meinen Augen fast alle Spams ausschalten. Die manuellen bekommt man eh nicht weg, es sein denn sie sind echt gut gemacht.
Also raus mit dem nofollow und her mit den Anti-Spam-Tools!
Am 21. Juni 2008 um 19:34 Uhr
Richtig - daher hab ich bei mir auch nur n NoFollow für zwielichtige Seiten, welche ich Google nicht empfehlen möchte, aber deren Authoren mir auch keinen echten Grund dafür geben, entweder den Kommentar oder den Link komplett zu löschen.
Jeder normale Kommentar bekommt von mir kein NoFollow, das setze ich nur gezielt ein (NoFollow Case by Case).
Am 5. Dezember 2008 um 08:14 Uhr
ute Möglichkeiten zur Überwindung von Spam, aber sie haben promahi:) Alle die gleichen Leute schlagfertig Spammer:)))
Am 26. März 2009 um 07:50 Uhr
Unglaublich, was für Ideen manche Menschen haben…:)