Webeditoren oder wie ich HTML bearbeite
In meiner Webseite erstellen Serie habe ich bereits über Grundsatzüberlegungen im Vorfeld und den Aufbau einer modernen Website erzählt.
Nun möchte ich ein wenig tiefer ins Detail gehen und unterschiedliche Software zur Erstellung von Webseiten vorstellen.
Diese gliedere ich in 5 Kategorien:
- HTML-Editoren
- WYSIWYG-Editoren
- Content Management Systeme (CMS)
- eCommerce / Online Shop Systeme
- Blog Software
dabei werde ich im heutigen Post nur auf die ersten beiden eingehen. Grund hierfür ist, dass diese die Grundform darstellen. Damit fangen die meisten als erstes an und auch für die letzteren drei braucht man wenigstens eins von beidem. Außerdem möchte ich die Themen CMS und Blog Software ein wenig weiter treiben und der Artikel würde ein wenig lang ;-)
HTML-Editor
Ein HTML-Editor ist im prinzip jedes Textverarbeitungsprogramm für unformatierten Text (z.B. der MS “Editor” der mit MS Windows mitgeliefert wird).
Aber nicht jeder Editor eignet sich gleich gut. Es gibt eine Reihe Editoren, die syntax highlighting unterstützen und viele, die das nicht tun. Sehr angenehm kann auch sein, wenn man einzelne abgeschlossene Codeabschnitte die sich über mehrere Zeilen erstrecken einfach schrumpfen zu können um eine bessere Übersicht zu bekommen.
So kann man z.B. ohne Probleme den ganzen Code der Navigationsleiste ausblenden, wenn man an was anderem arbeitet. Ich verwende den Editor Notepad ++ - der hat einige Funktionen, aber kein “ich klick hier und dann erscheint da das und das” Gedöns… sowas gibts zwar auch, brauch ich aber nicht, da meine Hände auf der Tastatur sind und ich länger bräuchte um irgendwo hinzuklicken als ein Tag zu schreiben…
Wer mit so nem Editor arbeiten will, sollte aber Tippen können und zwar nicht mit 2 Finger Adler Suchsystem ;-). Bei der Wahl ist es sinnvoll, auch darauf zu achten, ob CSS und falls man es später braucht eventuell auch PHP Syntax unterstützt wird.
Nachtrag: Wer hier ja auch nicht fehlen darf ist Phase5 - einer der ersten brauchbaren Editoren. Er erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, mein Favorit ists aber nicht. Danke für den Hinweis Hanneken.
WYSIWYG Editor
Ein WYSIWYG (What You See Is What You Get) Editor ist ein grafischer Editor für Webseiten. Seine Bedienung ist ähnlich wie die von Textverarbeitungssoftware wie Word, Open Office Writer, etc.
Bekannte komerzielle WYSIWYG Editoren sind
eine akzeptable kostenfreie Alternative findet man in N|VU und seiter Weiterentwicklung KompoZer.
Unumstrittener Marktführer (zu Recht, sollte man eventuell anmerken) ist auf dem Gebiet Adobe mit dem Dreamweaver - dieser ist aber auch ein “normaler” Editor und darin sehr sehr gut. Hierfür aber ein wenig teuer ;-). GoLife ist auch von Adobe (eigentlich von GoNet, die wurden aber von Adobe gekauft) und meiner Meinung nach nicht so gut - er fliegt in Zukunft auch aus der Creative Suite raus und dafür kommt Dreamweaver rein (bzw ist dies in der letzten Version schon, da ist aber auch GoLife drin). Beide richten sich eher an professionelle Anwender denn an Anfänger. Frontpage … naja vielleicht hätte ichs garnicht erst erwähnen sollen … ist der letzte Scheiß - besser keine Webseite als eine Frontpage Webseite - zumindest ist das meine Meinung. Frontpage hält sich ungefähr so genau an die Standards, wie es die IE in den Versionen 5 und 5.5 tut. Microsoft hat jetzt auch eine neue Webtool Serie rausgebracht - mit denen kenne ich mich aber nicht besonders gut aus und kann wenig dazu sagen, außer dass MS behauptet die damit erzeugten Seiten währen Standardkonform. Mehr dazu kann man aber auch unter Expression Web Designer getestet lesen.
Die Microsoft Info Seiten dazu sind allerdings nicht besonders informativ - siehe Was bedeutet Werbung bei Microsoft. Außerdem kann man zum Thema standardkonforme Quellcodeausgabe eines MS Produkts nur sagen:
Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren…dann kann man die doch gar nicht im Internet Explorer anschauen…

Am 25. August 2007 um 23:21 Uhr
[…]
Ich möchte dieses Thema folgendermaßen untergliedern:
Überlegungen im Vorfeld
Aufbau einer modernen Webseite
Verwaltungssoftware für Websites
HTML-Editoren
CMS, Shop und Blog Software
[…]
Am 25. August 2007 um 23:24 Uhr
[…] Webaholic - Blog « Wie erstellt man eine eigene Webseite? Webeditoren oder wie ich HTML bearbeite » Wie sind moderne Webpages aufgebaut? Was macht eigentlich CSS und ein paar weitere […]
Am 26. August 2007 um 17:05 Uhr
Sehr cool, aber auch eher für fortgeschrittene Anwender, ist Aptana, ein “Eclipse-Produkt”. Kann man sehr gut mit arbeiten und auch im Bereich JavaScript ist die Software sehr gut zu nutzen.
Wobei ich Phase 5 vermisse, das Urgestein der HTML-Editoren…
Am 26. August 2007 um 17:15 Uhr
Aptana ist bei mir regelmäßig verreckt - wieso weiß ich nicht - um Aptana nicht in irgendeiner weise unrecht zu tun, hab ichs außen vor gelassen…
Phase 5 ist so ein “klick mich tot”-Editor, dass ich den wohl verdrengt hab. Gehört natürlich mit in die Liste zumal er für den Privatanwender kostenlos ist und in der komerziellen Verwendung nur 30 Euro kostet…
Am 5. August 2008 um 10:53 Uhr
Ich hab mal ne Frage …
Ich bin ein absoluter Anfänger auf dem Gebiet website und so.
habt ihr irgendeine Empfehlung ???
irdgend etwas einfaches ….
und nochwas wisst ihr eine Site wo man sich ne Domain kaufen kann(kaufen und nich jeden monat dafür Geld hinblättern)??
Danke im Vorraus!!
P.S. ich bin noch nicht so gut im tippen ;-)
Am 5. August 2008 um 11:02 Uhr
Hi du…
Domains kaufen (und nicht registrieren) geht nicht. Du musst jeden Monat bzw. jedes Jahr Geld dafür bezahlen.
Aber ich meine - ich bezahl für ne Domain 8 Euro im Jahr, das wird ja wohl machbar sein?
Außerdem brauchst du ja auch noch nen Rechner, der ständig im Internet ist und entsprechende Serverdienste laufen hat, damit die Leute auch auf deine Seite zugreifen können.
Wenn du dir den nicht kaufen und die Standleitung (monatlich) bezahlen möchtest, wirste den auch mieten müssen.
Aber das ist auch halb so wild. Gibt sehr günstige Hoster, je nachdem was du eben machen willst. Für ne private Homepage gibt es auch kostenlose, wenn du das gutes willst, sollte dir das aber auch mal 5 Euro im Monat (inkl. Domain) wert sein.
Wenn du im Internet erfolg haben willst (wirtschaftlich) dann solltest du aber tippen üben, wenn ich noch per 2-Finger-Adler-Suchsystem arbeiten würde, wär ich pleite ;-)
Glaub mir es lohnt sich, die paar Euro auszugeben - ich verdiene inzwischen pro Tag mit dieser Domain mehr als ich für die Domain und Hosting zusammen im Jahr ausgebe. Ist natürlich etwas, was wachsen muss. Reich wird man eben nicht von einem Tag auf den anderen - aber die Investionen im dem Bereich sind erträglich.