Unpersönliche Anschreiben…
…werte ich grundsätzlich als Spam. Egal, ob derjenige sich in dem Anschreiben selbst dafür entschuldigt.
Möglicherweise habe ich mit meinem letzten Beitrag zu diesem Thema übertrieben, die Entscheidung, ob man sowas als Spam klassifiziert oder nicht, liegt ja auch im Ermessen des Betrachters.
Aber - so leid mir das tut dieses Thema nochmal auf zu greifen - wenn jemand einfach nicht bereit ist dazu zu lernen, dann weiß ich einfach nicht mehr weiter.
Wenn man sich schon offiziell entschuldigt, weil man Mailadressen zwar “händisch ausgewählt” hat, sich aber nicht mal die Zeit nimmt die Blogger, deren Mailadressen man auserkoren hat dann auch mit Namen an zu schreiben (hey - schonmal was von Serienbriefen gehört? Da kommt auch ein Name rein!), um dann in selbiger Mail (zusätzlich zum eigentlichen Text) eine Entschuldigung dafür hinein zu schreiben, weiß ich echt nicht mehr, ob der Verantwortliche eigentlich meint, was er sagt.
Gut - man möge mir an den Kopf werfen, dass ich mich sinnlos aufrege. Klar, aber das liegt im Auge des Betrachters und für mich ist es nicht sinnlos.
Ich hatte die Entschuldigung damals (das ist noch nicht lange her) angenommen - weil ich irriger Weise davon ausging sie sei ehrlich gemeint. Das war sie nicht, sonst würde man nicht genauso weitermachen. Ich fühle mich zum zweiten Mal verarscht.
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich ein zu sensibles Gemüt habe um über sowas zu stehen, oder daran, dass ich als “Blog-Betreiber” - wie ich ja im Anschreiben genannt wurde - einfach nur genervt davon bin, dass ich nicht, wie ein normaler Mensch, nur Spam aus einer Richtung bekomme, sondern gleich an drei Fronten kämpfe:
# Normaler Mail Spam
# Kommentar Spam
# Mailspam an Blogger
Ich verstehe vor allem nicht, wie man als Blogger bei sowas mitmachen kann. Warum? Es ist eure Zeit, die ihr investiert um etwas für die zu tun. Und die nehmen sich nicht mal die Zeit euren Namen in ne Datenbank ein zu pflegen, aus der sie dann die Mails generien könnten. Ihr seid für die nicht mehr als ne Mail-Adresse mit Linkjuice. Und da erzähl mir einer was von “handverlesen” - dass ich nicht lache. 30 Shirts… jup, sind 30 Shirts. Mal schauen, irgendwann verschenke ich auch mal ein paar… sitze hier ja an der Quelle ;-) (nein, das ist kein Anspielung auf den Namen des Werbeartikelherstellers, der diese Aktion initiiert hat, sondern war so gemeint, wie man das umgangssprachlich häufig tut)
Ich werde hier jetzt niemanden aufzählen - nicht, weil ich da ein schlechtes Gewissen hätte, auch nicht, weil ich euch den Link nicht gönne und auch nicht deswegen, weil ich den Trackback nicht gerne hätte, aber ich will einfach nicht mehr Linksaft in diese Aktion stecken als bereits drin ist.
Im Schonleben Blog steht folgendes:
Jedenfalls entschuldigt man sich mittlerweile schon vorsichtshalber im Post selbst, weil man ja “niemanden auf den Fuß treten” wollte. Naiv, aber wenigstens ehrlich.
Naiv ja - aber ehrlich? Zur Ehrlichkeit einer Entschuldigung gehört der Wille das selbe nicht wieder zu tun.
Beim Sichelputzer liest man, wie man es besser hätte machen können und hier stimme ich ihm völlig zu.
Bei Off-The-Record wird überlegt, ob die Produkte der Firma wohl genauso individuell und zielgerichtet sind, wie die Mail. Hier kann ich allerdings beruhigen, die Artikel sind - zumindest wenn man sie online sieht - durchaus brauchbar und da steckt auch eine Menge innovation drin - leider bringt der Corporate Blog das überaus langweilig rüber. Eventuell noch für die Presse interessant, für Blogger sind Sprüche wie “SOURCE setzt auch hier wieder Zeichen – und entwickelt ständig weiter für Ihre Kunden” aber nur heiße Luft, wie das PR-Kloster so schön verkündet.
Dass es eine seriöse Firma wirklich nötig hat ihre Mails über gmx zu verschicken ist mir ein grundlegendes Rätsel - entweder hatte ich bislang immer göttliche Provider oder eMail-Adressen sind keine Mangelware und bei Bedarf auch wieder löschbar. Sowas kommt einfach nicht gut an. Vor allem, wenn man schon eine eigene Domain hat.
Ich empfehle daher jedem, der in Zukunft sowas vor hat:
Wendet euch an eine Agentur, die was von Bloggern versteht. Wenn ihr keine findet, lasst euch von einem ausgewählten Blogger beraten und bezahlt dafür ein faires Beratungshonorar. Oder lest euch vorher selbst genug Zielgruppenwissen an, um nicht auch noch das letzte Fettnäpfchen zu erwischen. Angefangen von unpersönlichen Mails über ewig lange Gewinnspielzeiten über gelöschte Posts, über falsche Entschuldigungen, über das “Trostpflaster” eines Trackback-Links (mit Nofollow) bis hin zu unpersönlichen Mails in denen man selbst schon darauf hinweist, dass die Mail ein Fehler war…
Lest z.B. das HowTo: PR mit Bloggern oder aber den Artikel “To pitch or not to pitch (and how to pitch)” (trotz des Titels ist der Artikel deutsch).
Und schreibt mich nie wieder ohne Namen an. Egal ob Vorname in lang oder kurzform, voller Name, Nachname oder meinem Nickname aber eines davon MUSS in einer Mail an mich nunmal drin stehen - oder ich werd wieder pöse und schreibe noch einen Artikel in der Kategorie “Frechheit”.
Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren

Am 5. Januar 2008 um 17:17 Uhr
auch Lach ;-)
Shirts verschenken haben wir 95 gemacht. Seit dem Ende der 90iger kommen Energydrinks allgemein gut an ;-))) Vor allem bei Leuten, die sowieso schon im Kreis rennen.
Mit anderen Worten: Du hast in Deinem letzten Beitrag ganz sicher nicht übertrieben. Das hat Programm und ist übelstes SEO der SchwarzSchafSorte.
Am 5. Januar 2008 um 18:03 Uhr
Schön, dass auch mal positives Feedback kommt ;-) gab ja schon den ein oder anderen, der den anderen Artikel zu krass fand… nicht, dass mir das was ausmachen würde, aber sorum ists mir natürlich lieber.
Bei Leuten die sowieso im Kreis rennen ;-) wie mir, ist das allgemeine Problem nur, dass Cola und teilweise auch Energy Drinks schlicht nicht mehr besonders gut wirken… aber das könnte auch an meinem extremen Cola-Konsum liegen…
Was mich an der Aktion auch extrem gestört hat, ist die Tatsache, dass das in nett so viel besser gegangen währe - insbesondere mit Edrinks…