Online Jobportal steht Kopf
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag. (Mehr Informationen)
Und das in mehrer Hinsicht. yourcha ist das neue Jobportal, über das ich berichten möchte. Ganz bewusst trotz aller Gerüchte, die da so brodeln.
Yourcha funktioniert nicht nach dem “althergebrachten” Prinzip, dass sich der Arbeitnehmer aktiv um Jobs bewirbt und es spricht auch nicht in erster Linie arbeitslose an. Das Prinzip hinter yourcha ist es vielmehr, eine “Kartei” von Arbeitnehmern aufzubauen, die Wechselwillig oder Jobsuchend sind und diese den Arbeitgebern zur Verfügung zu stellen. Also genau anders herum, wie das normalerweise läuft.
Diese Idee finde ich im Prinzip nicht falsch, als 2. Möglichkeit zu der konventionellen Jobsuche/Angestelltensuche ist das mit Sicherheit einen Versuch wert. Ob es funktioniert kann ich nicht sagen, bislang sind bei meinem “Testaccount” keine Bewerbungen von Firmen eingegangen - aber das muss ja nichts heißen, ich bin ja auch nicht wirklich “Wechselfreudig”.
Für alle, die jetzt hauptsächlich auf die Gerüchte hoffen, bitte sehr: es gibt Beziehungen zwischen Yourcha und der Global Group - einem Direkt Marketing Unternehmen - also einem Adresshändler. Diese Beziehungen bestehen im nachweislichen Teil darin, dass der Vorstandsvorsitzende Sven Reuter auch Vorstandsvorsitzender der Global Group ist.
Nun entstanden in den Blogs die Gerüchte darum, dass yourcha nur ein Versuch ist, Adressen zu validieren oder neue Adressen zu sammeln. Zugegeben, ganz unlogisch ist die Überlegung natürlich nicht. Yourcha hat in einer Stellungnahme natürlich alles abgestritten, was jedoch für mich kein Beweis ist. Andererseits gilt bei uns immernoch der Leitsatz “Im Zweifel für den Angeklagten”, was yourcha in meinen Augen auch nicht dazu zwingt sich zu entlasten. Ich war hauptsächlich davon erstaunt, wie schnell sich so ein Gerücht in der Bloggosphäre verbreitet, ohne dass es irgendwelche Beweise gibt UND ohne dass irigendwer mal einen Test initiiert. Ich hab das getan, der aktuelle Stand ist, dass die Testperson bislang keinerlei unerwünschte Post bekommen hat. Solange sich dies nicht ändert, gelten die Gerüchte für mich als Möglichkeit - aber viele Möglichkeiten verstreichen ungenutzt und illegal währe dies ausserdem.
Zurück zum eigentlichen Thema und weg von rückhaltlosen Vorwürfen, die sich im Medium Internet verbreiten wie ein Lauffeuer:
Was kann ich nun tun, wenn ich mich bei yourcha anmelde? (Arbeitnehmersicht, die andere kann ich nicht beurteilen):
Ich pflege mein Profil ein, das natürlich mit einer gewaltigen Menge an Daten zu bestücken ist, gebe (wenn ich das möchte) mein aktuelles Gehalt an und kann danach sehen, wo mein Gehalt ungefähr anzusiedeln ist. Ein Webentwickler z.B. verdient zwischen 20 und 140 t€ - der Durchschnitt liegt bei knapp 48 t€.
Die Eingabe des Lebenslaufs ist übrigens mit Ajax sehr komfortabel gelöst worden, Wartezeiten sind gering und das bedienen sollte jedem relativ leicht fallen. Das trifft im Übrigen auf die ganze Webseite zu, sie ist sehr übersichtlich und es ist fast überall erkennbar, was wann welche Wirkung hat. Die Seite wirkt aufgeräumt und gefällt mir vom Prinzip her sehr gut.
Nachdem ich meine Daten angegeben habe, bin ich in einem “Message Center” in dem ich die Bewerbungen der Firmen ansehen und beantworten kann. Wie gut oder schlecht das Message Center in Aktion ist, kann ich leider nicht beurteilen, ich hab mit dem schreiben schon bis zum letzten Moment gewartet, um es ggf. doch noch testen zu können, aber war nichts.
Alles in allem denke ich ist die Idee sehr gut, die Umsetzung zumindest nicht schlecht, der Vorstandsvorsitzende vielleicht etwas unklug gewählt. Das Ganze macht aber meines Erachtens wirklich nur für Wechselwillige Sinn, da ich mir vorstellen kann, dass es für einen Interessierten doch sehr nervtötend sein kann, untätig zu warten, bis die Firmen sich bei ihm melden. Es kann nur eine sinnvolle Ergänzung, kein Ersatz für die konventionelle Jobsuche sein. Das Konzept ist zwar sicher nicht Jedermanns Sache, aber für Leute, die gerne den Arbeitgeber wechseln würden ist das eine Möglichkeit das ohne großartigen Aufwand einfach mal zu probieren. Als Arbeitsloser würde ich jedoch eher den konventionellen Ansatz verfolgen, da man hierbei aktiv werden kann, was über Jourcha nicht möglich ist. Besser fände ich ein Portal, das beides in einem bietet.
Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren
Am 9. August 2007 um 11:45 Uhr
Und was ist daran neu? Andere Portale wie Monster oder StepStone funktionieren doch ganz genauso! Nur daß es da außerdem auch noch Stellenangebote gibt, die man als Arbeitssuchender durchsuchen kann.
Am 9. August 2007 um 13:10 Uhr
Und auch bei den anderen kommen durchaus Angebote rein, wenn man das passende Profil hat. Ein “ganz normaler” Bürokaufmann in Berlin wird sicherlich weniger bekommen wie ein SAP-Profi in München, aber das ist ja auch klar. Insofern sollte man sich da nicht zu viele Hoffnungen machen.
Ich denke, dass die meisten Firmen bei den Unternehmen schauen, die auch am meisten User haben. Oder bei den spezialisierten Portalen.
Am 9. August 2007 um 22:41 Uhr
Wer hat denn auch was von völlig neu erzählt? Neu ist daran vermutlich nur die Ausrichtung nur das eine anzubieten - ob das gut ist… in meinen Augen erstmal eher nicht. Der konventionelle Weg ist es aber mit Sicherheit nicht.
Wie bereits gesagt: Ich wundere mich nicht besonders darüber, dass ich bislang kein Angebot auf mein Profil bekommen habe - da ich nicht wechseln möchte, habe ich mir mit meinem Profil auch keine großartigen Mühen gemacht, sondern es nur soweit aufgebaut, wie das zum testen der Funktionalität sinnvoll war. Ich betreibe schließlich keinen Jobsuchenden-Blog sondern einen Webaholic-Blog. Insofern hat mich die Rezension vor allem wegen der hohen Wellen, die das Thema im Internet geschlagen hat interessiert.
Und aus der Sicht eines Webaholics hab ich die Rezension geschrieben, nicht aus der Sicht eines Jobsuchenden, der es eilig hat und unbedingt eine super innovative Jobbörse finden will, die ihm in zwei Wochen den Traumjob vermittelt ;-)