EU-Kommissar will Urheberrechtsschutz für Musiker verlängern
so titelt Heise… weiter gehts mit
EU-Binnenmarktskommissar Charlie McCreevy tritt dafür ein, den Urheberrechtsschutz für europäische Musikkünstler von 50 auf 95 Jahre zu verlängern.
dabei war mir bislang garnicht bewusst, dass Musiker auch Urheberrechtlich geschützt sind… wo liegt der Unterschied beim “Schöpfungsakt” bzw. der “Schöpfungshöhe”, wenn das Kind später mal Musiker wird?
Was eigentlich gemeint ist wird erst nach folgendem Satz klar (gut, eigentlich ist es klar, aber es war bis dahin nicht eindeutig)
Derzeit gilt eine Schutzfrist von 50 Jahren ab Datum der Veröffentlichung eines Musikstücks.
Das war mir allerdings so klar nicht, dass der “Artist” nur 50 Jahre lang an seinen Auftritten und den aufgenommenen Platten etc. pp. Rechte besitzt…
Wir reden hier über Tausende von anonymen Studiomusikern, die in den späten Fünfzigern und Sechzigern bei der Herstellung von Schallplatten mitwirkten. Diese Künstler werden bei Auslaufen ihrer Urheberrechte alle Lizenzeinnahmen verlieren.
Richard hatte gegenüber der britischen Regierung argumentiert, auch wenn ab 2008 erste Copyrights für seine Hits ausliefen, sei er in der glücklichen Lage, mit späteren Erfolgen weiterhin Geld einnehmen zu können. Er wolle sich aber für Künstler wie Tommy Steele, Adam Faith und Lonnie Donegan sowie deren Nachkommen einsetzen, die es nicht auf so viele Hitparadenerfolge gebracht haben.
Andererseits… 50 Jahre… wenn jemand nach 50 Jahren noch auf die Einnahmen eines Liedes angewiesen ist und nix weiteres hinbekommen hat, hätte er vielleicht in der Zwischenzeit einem sogenannten “ordentlichen Beruf” ;-) nachgehen sollen…
Nicht falsch verstehen, ich gönne denjenigen jeden Cent, den die in der Zwischenzeit verdient haben und es sollte meiner Meinung nach wenigstens einen Schutz bis zum Tode geben. Aber ich denke, wer 50 Jahre lang ernstzunehmende Einnahmen (ansonsten tut es ja nicht weh, wenn sie wegfallen) aus seinen Hits hatte (und sehr wohl wissen wird, wie lange er die bekommt), der sollte in der Lage sein im Vorraus so zu planen, dass entweder zu diesem Zeitpunkt genug Geld in einer “Rentenversicherung” gelandet ist (egal wie die nun aussieht) oder er bis dahin mit dem finanziellen Rückhalt irgend eine Art Selbstständigkeit/Firma o.ä. gegründet hat oder eben wie jeder andere auch ein bisschen gearbeitet hat um die Rentenkasse zu füllen.
Aber wie gesagt, alles in allem ist das trotzdem keine schlechte Idee, was meint Ihr?
(via Heise)
Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren