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Online Bespitzelung im Einsatz

Der BND hat laut Heise (und die haben das wohl aus der kommenden Ausgabe des Fucus “entnommen”) bereits um die 60 Online Durchsuchungen im Ausland durchgeführt. Für das Inland sind die ja nicht zuständig - aber das macht das ganze auch nicht viel besser, denn wenn der BND in Gebieten wühlt, wo er nix zu suchen hat, dann nennt man das “Amtshilfe”.

So soll der BND auch dem Bundesamt für Verfassungsschutz geholfen haben “den Rechner des Berliner Islamisten Reda Seyam zu durchleuchten”.

Bei der so erfolgten Online-Razzia soll es sich um die “erste und bislang einzige” geglückte Netzbespitzelung dieser Art hierzulande gehandelt haben

Das kann glauben wer es will - wenn das wahr sein sollte, dann liegt das vermutlich daran:

Der Inlandsdienst soll dem bekennenden “Gotteskrieger” eine getarnte E-Mail mit der Spionagesoftware geschickt haben. Seyam klickte demnach auf den anscheinend unverdächtig daherkommenden Anhang und aktivierte so den Trojaner.

Tja… also entweder war der “Gotteskrieger” dümmer als die Polizei erlaubt und hat den Anhang aus purer Dummheit aufgemacht oder die Herrschaften haben einen gutartigen Anhang gegen einen bösartigen ausgetauscht. Ich glaube eher an ersteres, was auch erklärt, warum das bislang nicht öfter geklappt hat… Verbrecher, die dumm genug sind sich durch den Anhang einer unerwarteten Mail erwischen zu lassen werden auch nicht besonders gefährlich sein. Außerdem:

Der Islamist selbst erklärte, die Trojanerattacke bemerkt zu haben. Sein russischer Virenscanner habe angeschlagen. Seitdem habe er den Verdacht gehabt, “jemand macht etwas mit meinem Computer”.

Was also so viel bedeutet, wie: Selbst jemand der dumm genug ist den Anhang des BND zu öffnen ist noch schlau genug um zu verhinden, dass der BND entsprechend viel findet:

Die Funde reichten allerdings nicht aus, um Seyam den Prozess zu machen.

Na dann können wir dem Bundestrojaner ja beruhigt entgegen sehen, denn jemand der wirklich etwas zu verbergen hat und mit sowas auch noch rechnen muss, wird sich bestimmt nicht mehr mit sowas erwischen lassen.

Dieser Artikel basiert auf meiner persönlichen Meinung. Nie mehr einen Artikel verpassen: RSS-Feed abonieren

Eine Reaktion zu “Online Bespitzelung im Einsatz”

  1. Flaschenspiele [edited]

    Ich finde es wirklich schlimm, dass anscheinend in mehreren Fällen der Bundestrojaner (ich muss immernoch lachen wenn ich daran denke wie die Leute die Rechner infiltrieren) eingesetzt wurde. Gerade nach dem Urteil des BGH sollte man skeptisch werden was in unserem Land (bzw. in anderen, aber von unserem aus) so alles passiert. [Edit: Und ich muss immernoch heulen, wie naiv manche Leute sind, die anscheinend denken, dass sie hier mit so nem “Namen” kommentieren könnten und ich das nicht merke]

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